(Alp-)Träume (16.07.2019)

“Träume nicht dein Leben,
lebe deinen Traum.”

Als die Spontis Anfang der Siebziger diesen Spruch auf Wände sprühten, war damit, wie unklar und verquast auch immer, noch die Vorstellung von einer besseren Welt verbunden - im falschen Vertrauen darauf, daß die Träume der Träumenden, würden sie nur wahrgemacht, eine solch bessere Welt schon verbürgten. Heute ist die Welt um nichts besser als damals, dafür aber jener Sponti-Spruch von Werbung und Psycho-Mafia erfolgreich usurpiert, so daß er zur Affirmation der bestehenden Verhältnisse aufruft, in denen sich die Individuen unter Zuhilfenahme ihrer Träume gefälligst einzurichten und zu bewähren haben. Das klappt im einen oder andern Fall sogar ganz gut; denn hier erweist sich das Vertrauen der Spontis auf die Träume als schwerwiegender Fehler: Was das postbürgerliche Subjekt sich so erträumt, ist im gelindesten Fall langweilig wie nur was, häufig aber sind es Träume, die anderen eher Alpträume bereiten. Angesprochen wird der einzelne als Konkurrenzsubjekt, das erfolgreicher gegen andere sich durchsetzen oder wenigstens als in der Konkurrenz erfolgreich sich darstellen will. Nicht Befreiung des Individuums ist das objektiv vom Motto “Lebe deinen Traum” Intendierte, sondern seine - nicht einmal einen Erfolg garantierende - Selbstzurichtung.

Die schnell auch für den Träumenden selbst zum Alptraum geraten kann.

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Sprache (11.07.2019)

“... das wichtigste Instrument der Weigerung des Menschen, die Welt so hinzunehmen, wie sie ist.” (George Steiner) (in: ders.: Nach Babel - Aspekte der Sprache und des Übersetzens, Berlin: Suhrkamp, 2014, S. 223)

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Politik (II) (11.07.2019)

Soweit ‘Politik’ die Sphäre staatlichen Handelns - ob auf nationaler, subnationaler oder internationaler Ebene - bezeichnet, steht dieser Terminus für eine notwendig jenseits und über der bürgerlichen Gesellschaft stehende Sachwaltung im Sinne einer Ermöglichung und eines Gelingens kapitalistischer Ökonomie. Die der kapitalistischen Verfaßtheit der Gesellschaft zwangsläufig entspringenden Zentrifugalkräfte per staatlichem Gewaltmonopol produktiv zu bändigen ist ihre primäre Aufgabe. Kapitalistische Ökonomie zu überwinden ist insofern eine durchaus anti-politische Angelegenheit. Deren Umsetzung bedeutete zugleich aber auch eine (Wieder-)Herstellung von Politik im emphatischen, Arendtschen Sinne: daß eine öffentliche Sphäre geschaffen würde, in der das - durchaus auch sehr kontroverse - Miteinander der gesellschaftlichen Individuen herrschaftsfrei Themen sich zuwenden könnte, die jenseits der Notwendigkeiten materieller Reproduktion der Einzelnen lägen; und zwar, weil diese Reproduktion endlich einmal kein Problem mehr darstellte. (Es ist der Kapitalismus, der die materielle Reproduktion der Individuen zu einem politischen Anliegen macht: weil er nämlich die gesamte Gesellschaft dem Diktat der permanenten Vermehrung abstrakten Reichtums unterwirft. Überwindung des Kapitalismus bedeutet: Überwindung dieses Diktats und damit zugleich Abschaffung des Blödsinns, daß jeder seine Reproduktionsbedürfnisse gegen alle anderen durchsetzen muß - eines Blödsinns, der die Interessen der Arbeiterklasse notwendig immer baden gehn läßt.)

Nieder mit der Politik!

Es lebe die Politik!

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Abgrund (24.06.2019)

Der Abgrund, der meine Vorstellung von einer freiheitlichen, herrschaftsfreien Gesellschaft, in der keiner mehr menschengemachte bzw. sozial bedingte Not und Angst leiden müßte, von der realen bürgerlichen Gesellschaft trennt, läßt sich nicht durchmessen - es wäre zwangsläufig ein Abgrund, der die Menschen verschlänge. Zu überwinden wäre er nur, indem man ihn überschritte. Statt die bürgerliche Gesellschaft in den Abgrund zu reißen, der sie in Trümmer gehen ließe, auf denen nichts mehr aufzubauen wäre, ist sie als Fundament für die luftige Brücke, die Brücke selbst also als Einheit von radikaler und rettender Kritik zu nehmen.

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Deutscher Humor (24.06.2019)

Den Deutschen, die so stolz sind auf ihren Humor, ist er eine derart ernste Angelegenheit, daß sie ihn auch von Witz sich nicht madig machen lassen.

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Tod und Ewigkeit (18.05.2019)

Tritt der Tod ein, so wird im letzten Moment des Bewußtseins auch das Zeitempfinden stillgestellt, und dieser allerletzte Moment könnte die gesamte Ewigkeit umfassen, in der keine Zeit mehr vergeht. Entscheidend für diesen allerletzten, unendlich kurzen Moment wäre dann, wer (nicht: was) man in seinem Leben gewesen ist: Als dieser fände man dann selbst sich verewigt.

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Sch.... (18.05.2019)

“Negativem Denken bleibt [...] nur eine Möglichkeit: die Menschen, ohne Hochmut und allein um ihrer selbst willen, daran zu erinnern, dass sie von der Scheiße, in der sie stecken, manchmal nur schwer zu unterscheiden sind.” (Magnus Klaue) (in: ders.: Alles scheiße außer ich - in: Jungle World 2011/01 v. 06.01.2011)

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Eigenbrot macht Wangen rot (16.05.2019)

Zwischen allen Stühlen sitz ich,
und in meine Hand da ritz ich
eine Marschzahl unbekannt.

I.

“Der kommt uns nicht ins Haus”, so Hannah Arendt über Adorno.
“Objektiv rechts”, ordnet dieser jene ein.
Mein Denken fühlt beiden sich verpflichtet.

II.

Durchaus auf dem Boden der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie stehend, halte ich es nicht für unbedingt ausgeschlossen, daß die Institution Markt zweckentfremdet werden und so peu à peu in ein Forum verwandelt werden könnte, worüber die Befriedigung der Bedürfnisse vom Mittel zum Zweck der Produktion avancierte. In den Augen eines jeden “echten” Marxisten wie jedes “echten” Kommunisten ist das natürlich der endgültige Beweis meines kleinbürgerlichen Renegaten- und Abenteurertums. Die Traditionellen und “Gewendeten” unter diesen “Echten”, d. h. zum einen die Marxisten-Leninisten und Trotzkisten aller Couleur, zum andern die Vertreter von Linien wie Die Linke, DKP und dergleichen, sind für mich wiederum Lautsprecher von nichts anderem als vulgärmaterialistischem fucking Opa-Shit, in welchem jegliche Marxsche Dialektik zum Erliegen gekommen ist. Mit denen komm ich nicht zusammen. Wie auch überhaupt mit der ganzen heutigen, poststrukturalistisch orientierten und moralinsauren Mainstream-Linken nicht.

III.

An so manchen Vertretern des derzeitigen liberal-konservativen Spektrums bewundere ich hie und dort eine politische Klarsicht und ein ehrliches Bemühen um die Einnahme eines Standpunktes, der frühbürgerlicher Aufklärung sich verpflichtet weiß (wie sie der Linken schon lange abhanden gekommen sind). Aber die betreffenden Damen und Herren haben keinen Blick für die Dialektik der Aufklärung, über die Vernunft stets wieder in Verhängnis umschlägt (insonderheit in den tausend Jahren zwischen 1933 und 1945) oder wenigstens umzuschlagen droht. Unnötig, darauf hinzuweisen, daß ich mit meinem liberalen Sozialismus ihnen wiederum viel zu links bin.

IV.

Daß ich an den postmodernen Spielarten der systemischen Kommunikationspsychologie kaum ein gutes Haar lasse, in ihrer ursprünglichen, u. a. von Paul Watzlawick begründeten Form aber durchaus ein kritisches Potential entdeckt zu haben meine, das gegen die bürgerliche Gesellschaft gewendet werden kann (und muß) (→ Kommunikation (Sprachlosigkeit)), verschafft mir natürlich auch weder unter Anhängern noch unter Kritikern dieser Richtung viele Freunde.

V.

Ach Gott, und dann bin ich ja auch noch gläubig, mit leichten Affinitäten zu christlicher und jüdischer Religion (→ Christentum, → Messias). Aber da weiß ich Horkheimer hinter mir:

“‘Du sollst dir kein Bild machen’ heißt: du kannst nichts über das Absolute aussagen. Insofern steht auch am Anfang der kritischen Theorie sowohl das jüdische Verbot als auch die Kantsche Aufzeigung der Grenzen des Vernunft-Denkens. Gibt es eine Erfahrung im nicht-wissenschaftlichen Sinn, das heißt eine Erfahrung, die sich nicht empirisch verifizieren läßt? [...] In einer bestimmten historischen Situation vermag ich mit einigem Anspruch auf Wahrheit [zu] behaupten: Mord ist schlecht, Folter ist schlecht, aber ich kann nicht sagen: den Mord unterlassen ist gut. Und selbst die Aussage, was schlecht sei, setzt logisch eine letzte Autorität voraus, die es verbietet. [...] Wahrscheinlich liegt der kritischen Theorie trotz ihrem Verzicht, die Wahrheit auszusprechen, ein Paradox zugrunde: sie weiß, daß es keinen Gott gibt, und doch glaubt sie an ihn.” Horkheimer, Max: Gesammelte Schriften, hg. v. Alfred Schmidt und Gunzelin Schmid Noerr, Frankfurt/M: Fischer, 1988, Bd. 14, S. 507 f.)

An anderer Stelle schreibt er sogar:

“Ohne den Glauben an Gott trägt jede Freundlichkeit gegen einen anderen den Stempel der Sinnlosigkeit. Ohne den Glauben an Gott hat der Begriff der Wahrheit keinen Sinn. Adorno geht so weit zu sagen, daß ohne einen Gott das Denken sinnlos ist. Bei diesen Überlegungen fängt das Denken an: Alles andere ist längst bekannt oder ohne Interesse. Ohne Glauben an Gott fallen die Menschen als Menschen hinter das Mittelalter zurück.” (ebenda, S. 369)

VI.

Zwischen all jenen Stühlen zu sitzen, ist aber eine gar zu problematisierende Sicht. Ich sitze nämlich nicht, ich stehe, ich stehe - innerhalb eines einerseits eigentlich schmalen, andererseits aber auch wieder recht weiten Spektrums - zwischen Standpunkten, stehe dazwischen mit meinem eigenen Standpunkt, der vielen der anderen Standpunkte sich zugeneigt fühlt (manchem ausgesprochen stark, manchem aber auch überhaupt nicht); stehe auf einem Standpunkt, der sicherlich nicht abgeschlossen stabil ist, das auch gar nicht sein kann, aber aus der Auseinandersetzung mit den anderen so etwas wie Stärke bezieht.

VII.

Und wenn ich mal wieder allzu häufig angeeckt bin und darob ein wenig deprimiert mich fühle, verschaffen mir Trost mitunter die folgenden Worte von Karl Kraus:

“Ich bin bekanntlich keiner Partei Genosse, sondern stehe allen mit gleichmäßig abgewogener Mißachtung gegenüber. Ich putschte selbst, packle nicht einmal mit mir, und mache, ohne nach links oder rechts zu blicken, zugleich revolutionäre und reaktionäre Politik, kurzum, ich bin das, was die Idioten sämtlicher Parteien einen Eigenbrötler nennen.” (in: Die Fackel, Heft 864-867 (12.1931), S. 2 (Quelle: AAC-Fackel, abgerufen am 29.03.2019))

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Neuanfang (Hannah Arendt) (28.04.2019)

“Der Neuanfang steht stets im Widerspruch zu statistisch erfaßbaren Wahrscheinlichkeiten, er ist immer das unendlich Unwahrscheinliche; er mutet uns daher, wo wir ihm in lebendiger Erfahrung begegnen - das heißt, in der Erfahrung des Lebens, die vorgeprägt ist von Prozeßabläufen, die ein Neuanfang unterbricht -, immer wie ein Wunder an. Die Tatsache, daß der Mensch zum Handeln im Sinne des Neuanfangens begabt ist, kann daher nur heißen, daß er sich aller Absehbarkeit und Berechenbarkeit entzieht, daß in diesem einen Fall das Unwahrscheinliche selbst noch eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat, und daß das, was ‘rational’, d. h. im Sinne des Berechenbaren, schlechterdings nicht zu erwarten steht, doch erhofft werden darf.” (in: Arendt, Hannah: Vita activa oder Vom tätigen Leben, München: Piper Verlag, 2008, S. 216 f.)

Verzeihen und Versprechen

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Zivilgesellschaft (II) (28.04.2019)

In die Gesellschaft ausgelagertes Ministerium für Agitation, Propaganda und Denunziation

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Zivilgesellschaft (Twilight Zone) (28.04.2019)

Halbamtlicher, von wahnbürgerlichem Engagement angetriebener Arm einer nachbürgerlichen politischen Herrschaft zur Förderung von Zivilisationsschwund

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Kunst und Logik (15.04.2019)

“Logik ist die Feindin der Kunst. Aber Kunst darf nicht die Feindin der Logik sein. Logik muß der Kunst einmal geschmeckt haben und von ihr vollständig verdaut worden sein. Um zu behaupten, daß zweimal zwei fünf ist, hat man zu wissen, daß zweimal zwei vier ist. Wer aber nur dieses weiß, wird sagen, jenes sei falsch.” (Karl Kraus) (in: Die Fackel, Heft 381-383 (19.09.1913), S. 72 (Quelle: AAC-Fackel, abgerufen am 29.03.2019))

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Kultur (III) (15.04.2019)

Scheitert an dem, der lauthals auf sie pocht - wie das Darauf-Pochen zugleich auch Ausdruck ihres Scheiterns ist.

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Messias (15.04.2019)

Der Messias: in zwei der drei großen monotheistischen Religionen wartet man darauf, daß er kommt, in der dritten, der christlichen, darauf, daß er wiederkommt. Die Ankunft resp. Parusie des Messias auf Erden geht einher mit der (endgültigen) Erlösung der Welt. Aber warum kommt und kommt er denn nicht?

Gehen wir diesem Rätsel einmal auf dem Hintergrund der Bestimmung der Menschheitserlösung als Emanzipation von menschengemachter Unmündigkeit und Unfreiheit nach, sehen wir, daß dieses Rätsel nicht in einer Frage besteht, die ihrer Antwort harrt, sondern im eigentlichen Sinne aufgelöst gehört. Man muß sich nämlich einfach nur mal für einen Moment von der Vorstellung frei machen, daß der Messias bzw. Christus leibhaftig (noch einmal) auf der Erde erscheint und dann das Werk der Erlösung beginnt bzw. vollendet; dann ist man offen für den Gedanken, daß es ja vielleicht auch so sein kann, daß der Messias in den Menschen in die Welt gelangt - so wie das in einer Rede eines der Rabbis von Stratyn in Bezug auf das Volk Israel anklingt:

“Jeder Jude hat in sich ein Element des Messias, das er reinigen und zur Reife kommen lassen muß. Der Messias wird kommen, wenn Israel ihn in sich selbst zu vollkommener Reife und Reinheit gebracht hat.” (zit. nach Erich Fromm: Ihr werdet sein wie Gott, München: dtv, 2008, S. 156)

Das physische Erscheinen resp. Wiedererscheinen des Messias wäre dann im Grunde genommen unnötig: Die Erlösung der Menschheit wäre nämlich damit identisch, daß die Menschen ihn ganz in sich aufgenommen und zur Gänze in sich zur Entfaltung gebracht hätten und in seinem Sinne handelten, mithin: daß sie ihre Erlösung selbst verwirklichten.

Der Messias erscheint, aber nicht so, wie es in den offiziellen Lehren verstanden wird. Wenn er dann doch auch noch physisch auf Erden kommt, dann als Zeichen dafür, daß die Menschen wohlgetan haben, und um als Gottessohn, der immer auch Mensch ist, ganz sinnlich sich daran zu erfreuen, daß sie das große Erlösungswerk in seinem Geist und in seinem Sinn vollbracht haben. Aber ob er dann tatsächlich noch leibhaftig in unsere Welt kommt, ist für die Erlösung selbst gleichgültig. Ob und wann er hingegen seine Ankunft in den Menschen begeht, hängt wiederum ganz von diesen selbst ab.

Das Rätsel des Noch-immer-nicht-Erscheinens des Messias bzw. der sich endlos hinauszögernden Parusie trägt also seine Antwort weder in sich selbst noch kann es theoretisch gelöst werden; vielmehr vermag es seine Lösung einzig in seiner praktischen Auflösung zu erfahren: indem die Menschen ihm seine Grundlage entziehen und des Messias großes und endgültiges Werk selber verrichten resp. vollenden.

Darin vielleicht liegt auch die tiefere und emanzipative Wahrheit jenes geheimnisvollen Kafkaschen Aphorismus, den ich vor Jahren schon mal - aber ich weiß nicht mehr wo - aufgeschnappt hatte und den ich jüngst in dem Buch und blätterte ein wenig in der Bibel von Bertram Rohde (auf S. 109 der 2002 im Verlag Königshausen & Neumann erschienen Ausgabe) wiedergefunden habe:

“Der Messias wird erst kommen, wenn er nicht mehr nötig sein wird, er wird erst nach seiner Ankunft kommen, er wird nicht am letzten Tag kommen, sondern am allerletzten.”

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Kunst und Welt (02.04.2019)

“Kunstwerke sind die beständigsten und darum die weltlichsten aller Dinge.” (Hannah Arendt) (in: dies.: Vita activa oder Vom tätigen Leben, München: Piper Verlag, 2008, S. 202)

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Latin Love (I): Tango (02.04.2019)

(Erstveröffentlichung in der Ausgabe IV/2014 der Münsinger Fackel)

Heiß, leidenschaftlich und voller Lebenslust sind die südamerikanischen Rhythmen zumeist - mit zwei Ausnahmen: dem Tango und dem in verschiedenen Facetten existierenden Brazil-Stil (Bossa Nova, Brazil Jazz etc.). Letzterer - um den es hier im Moment aber noch nicht gehen soll - tönt wohlzwar voll der Lebenslust, drückt sie aber in der Regel eher unterkühlt aus, und eine Leidenschaftlichkeit vermeint man zunächst nicht herauszuhören. Der Tango wiederum ist durchaus heiß und leidenschaftlich - aber die Lebenslust umgibt sich in ihm fast grundsätzlich mit Melancholie. Er ist der Latin Lover von der traurigen Gestalt: ein hübsches Bürschchen, das nicht ein noch aus weiß, weil es sich Hals über Kopf bis über beide Ohren in eine seiner “Betreuten” verliebt hat, sagen wir: in eine, womöglich wesentlich ältere Dame, die in zwei Tagen wieder übern großen Teich in die europäische Heimat schippert. So etwa ist der Tango.

Diese leidenschaftliche Schwermut prädestiniert den Tango zur Vertonung des Abschiedsschmerzes: zur Beschwörung eines letzten Males, das noch sein soll, bevor man auseinandergeht für immer. Und darin steckt die Wahrheit und die Erfahrung, daß Liebe dann nur wirklich ist, wenn sie schmerzt.

Liebe macht blind - nur allzu häufig. Liebe tut weh - mitunter vielleicht nicht oft genug. Liebe plätschert auf jeden Fall nicht oder doch nur zeitweise mal einfach vor sich hin. Der Tango (re-)präsentiert das Ganze der Liebe.

Liebe und Tango: ist das eine wie das andere nicht bestens dazu geeignet, Menschen von Depressionen zu heilen? Und zwar nicht einfach wegen heißer, lebenslustiger Leidenschaftlichkeit, sondern gerade, weil in der Liebe sowohl wie im Tango Leidenschaft und Lebenslust mit Melancholie sich paaren. Einen Depressiven unmittelbar aufmuntern zu wollen ist so vergeblich wie auf das miese Wetter zu schimpfen, damit es besser werde. Einziger Effekt besteht allenfalls in einer Vertiefung der Depression.

Der Depressive ist das spiegelverkehrte Gegenteil des Immer-Fröhlichen: Beide leiden unter Vereinseitigung des Gemüts. Der eine nimmt alles schwer, der andere alles leicht. Lebenstauglich sind sie beide nicht recht. Erst die heiße Leidenschaft im Zusammengehn mit der Melancholie vermag ein wirkliches Lebensgefühl zu vermitteln: Alles was schön ist, muß auch Traurigkeit erzeugen können - das macht das Leben erst richtig lebenswert. Daß einer sein Glück mache und fortan ungebrochen glücklich sei bis an sein Lebensende, ist selbst dann, wenn's stimmt, eine Lüge. Bei diesem permanenten Glück handelt es sich um eine Chimäre, der Depressive und nervtötende Frohnaturen gleichermaßen auf den Leim gehn - die einen, weil sie das Glück für unerreichbar halten, die andern, weil sie krampfhaft und vergeblich sich bemühn, es zu erreichen.

Wer Tango tanzen kann, greife sich die eine oder den anderen der Depression Verfallene/n, bringe ihr oder ihm, sofern nötig (- es wird in der Regel nötig sein -), rasch ein paar elementare Schritte bei und tanze sodann mit dem / der solcherart gewonnenen Tanzpartner/in einen langen Abend hindurch bis tief in die Nacht hinein zu den erlesensten Tango-Klängen. Für den therapeutischen Erfolg möcht ich fast bürgen.

Tango also vermittelt, ja ist ein Lebensgefühl, welches diese Bezeichnung wirklich verdiente. Tango ist wie das Leben. ... Hm ... Hieße das jetzt: das Leben sei wie ein Latin Lover von der traurigen Gestalt: ein hübsches Bürschchen, das nicht ein noch aus weiß, weil es sich Hals über Kopf bis über beide Ohren in eine seiner “Betreuten” verliebt hat, sagen wir: in eine, womöglich wesentlich ältere Dame, die in zwei Tagen wieder übern großen Teich in die europäische Heimat schippert? Ist so das Leben? Ja, manchmal schon.

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Puppenmutter (25.03.2019)

Grad seh ich sie wieder, nach längerer Zeit, wie sie auf der andern Straßenseite auf einem Mäuerchen sitzt, dieses Mal und ausnahmsweise ohne den Kinderwagen, dafür im Gespräch mit einem neben ihr sitzenden älteren Mann, eine nicht unhübsche Frau in den Dreißigern, vielleicht auch Anfang vierzig, eine Frau, die vor einigen Monaten häufig, manchmal täglich einen Kinderwagen, angefüllt mit Plüschtieren, zwischen denen das Kind fast zu ersticken drohte, durch unsere Straße schob, vis-à-vis auf der andern Straßenseite eine längere Pause einlegend, in der sie ein wenig mit dem Kinde sprach, mit dem Kind, das nicht ersticken konnte, weil es eine Puppe war. Vielleicht hat die Frau einmal ein Kind verloren, bei der Geburt, durch Krankheit oder durch einen Unfall, oder es ist ihr weggenommen worden, ein Erlebnis, an dem sie zerbrochen, das sie mit sich herumträgt und doch nicht tragen kann. Das beharrliche Ausführen des Puppenkindes, das behutsame Reden mit ihm, das Reichen des Fläschchens und die vielen Plüschtiere könnten Ausdruck sein von Schuldgefühlen, von Schuldgefühlen, deren ungeheuren Druck die Frau vielleicht nur zu bewältigen vermag, indem sie das schreckliche Ereignis nicht etwa in Träumen und endlos rotierenden Gedankenstrudeln oder in irgendwelchen Anfällen wieder und wieder durchlebt (das möglicherweise durchaus schon auch), sondern indem sie diszipliniert und zeremoniell sein sehnsüchtig erwartetes Ungeschehensein unbeirrt gegen es setzt, so irrsinnig, so anrührend zugleich.

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Konsequenz (25.03.2019)

“Du mußt,” so Alfred W. Hilmarson neulich in einem Gespräch mit mir, “du mußt, wenn jemand eine rassistische Äußerung tut, seine Sicht nur in die eine oder andere Richtung logisch stringent weiterentwickeln - und schon findet dieser Jemand sich unversehens selbst auf seiten des Objektes seiner Äußerung wieder. Das rührt daher, daß Rassismus immer auch Projektion eigener Seiten des Rassisten aufs Objekt ist.”

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Privat - gesellschaftlich: ein falscher Gegensatz (25.03.2019)

Hartnäckig hält sich bei vielen Linken die Ansicht, daß zu den fundamentalen Antagonismen des Kapitalismus der Umstand gehöre, daß zwar gesellschaftlich produziert, das Produkt aber privat angeeignet werde. Diese Entgegensetzung von privat und gesellschaftlich unterschlägt, daß das kapitalistische (wie überhaupt jedes) Privateigentum selbst immer schon gesellschaftlich bestimmt ist. Privates kann es immer nur in Gesellschaft geben, in der Welt des Robinson Crusoe hätte die Charakterisierung all dessen, was der Gestrandete benutzte, als sein Privateigentum keinerlei Sinn ergeben, so lange Freitag nicht ins Spiel gekommen war.

Die falsche Entgegensetzung von privat und gesellschaftlich verdankt sich einer moralischen Weltsicht, in der die Devise gilt: gesellschaftlich: hui! - privat: pfui! - einer Sicht mithin, die davon träumt, den Bürger in den Staat, das Individuum ins Kollektiv aufzulösen, und die hierzulande und heutzutage von Staats wegen leider grad wieder ziemlich en vogue ist.

Der tatsächliche Gegensatz zu privat ist nicht gesellschaftlich, sondern: öffentlich. Und fast wie ein Treppenwitz der Geschichte mutet es an, daß es ausgerechnet die kapitalistische Produktionsweise gewesen ist, die das Phänomen einer wirklichen Gesellschaft im heutzutage gebräuchlichen, soziologischen Sinne erstmalig in der Entwicklung der Menschheit begründet hat: Im Kapitalismus nämlich - das hat Hannah Arendt in ihrem Werk Vita activa oder Vom tätigen Leben fein herausgearbeitet (1) - findet sich der Gegensatz von privat und öffentlich zu einem Widerspruch gesteigert, der in der Gesellschaft - zwar nicht, wie Arendt meint, seine Lösung, wohl aber: seine Verlaufsform findet (2), indem das Private sozialisiert, “veröffentlicht”, und zugleich das Öffentliche unter das Diktat des Privateigentums gestellt worden ist, und zwar indem einerseits die Arbeit - einst (soweit resp. so lang es die Sphären Öffentlichkeit und Privates als getrennte gegeben hat) eine Domäne des Privaten - zu einer gesellschaftlich, über die Marktöffentlichkeit vermittelten Angelegenheit geworden und andererseits das Privateigentum in Gestalt eines in unaufhörlicher Akkumulation sich selbst verwertenden abstrakten Reichtums zum Leitprinzip der Gesellschaft avanciert ist.

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(1) und zwar auf den Seiten 81 ff. der Piper-Ausgabe von 2008

(2) Arendt hingegen befindet:
   “Innerhalb der neuzeitlichen Entwicklung finden wir den alten Gegensatz zwischen privat und öffentlich erst einmal als Widerspruch wieder, aber der Widerspruch ist ein scheinbarer, bzw. ein temporäres Phänomen dieser Entwicklung. Er wird gelöst von dem Interesse der Gesellschaft als Ganzes, das allerdings voll in Erscheinung erst tritt, wenn es der Gesellschaft gelungen ist, das Private wie das Öffentliche zu absorbieren [...]” (auf S. 83 der o. g. Piper-Ausgabe von Vita activa)

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Was Besseres (03.03.2019)

“Du hältst dich wohl für was Besseres”: Gegen diese Vorhaltung, beleidigt vorgebracht von Feigen und Neidischen, mit drohendem Unterton vom Kollektiv, läßt wunderschön leichtfüßig mit den Worten Max Goldts sich kontern, die er fand, als er eine Lanze für den Snobismus brach:

“In der heutigen Diktatur der Masse hat's der Snob [...] schwer. Er hat kaum jemals mit anderen Echos zu rechnen als dem monotonen Vorwurf: ‘Der will wohl was Besseres sein!’ Warum gilt es heutzutage als Todsünde, etwas Besseres sein zu wollen? Ist das, was uns umgibt, so herrlich und perfekt, daß jeder Wunsch nach Besserung automatisch eine Unverschämtheit ist? Und wer die Welt verbessern möchte, fange praktischerweise bei seiner eigenen Person an, denn da gibt es bei jedem einiges zu renovieren.”(Goldt, Max: Sodbrennen statt Snobismus, ich meine umgekehrt - in: ders.: Ein Buch namens Zimbo, Reinbek: rororo, 2011, S. 52)

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Handkuß (16.02.2019)

Adorno, der junge wie alte Damen gern mit Handkuß zu begrüßen pflegte, bedachte in einer seiner früheren Arbeiten (Schlageranalysen, 1929) im Zusammenhang mit dem Text des bekannten Oldies Ich küsse Ihre Hand, Madame ebendiese Art der Begrüßung und Ehrerbietung mit herber Kritik. Nach einer Wiedergabe des ersten Teils des Refrains - aus dem englischen Original -, der wie folgt lautet:

“I kiss your little hand, Madame,
and dream I kissed your lips,
You see I'm so gallant, Madame,
on such a night as this.”

- kommentiert Adorno diese Zeilen in einer Weise, daß ich den Gedanken nicht ganz zu verscheuchen vermag, es spiele da doch ein gewisser Schuß Selbstironie mit hinein - nämlich so:

“Also nicht einmal immer: der Flegel. Die Konvention, die wiederkam, ist noch neu, er küßt ihre Hand immer noch bloß, weil er mit ihr schlafen will; hat sie es getan, so wird er's bleiben lassen. So sind die stabilisierten Konventionen; lose Hülle überm Chaos, beliebt nur, damit man seinen Vorteil davon hat.” (1)

So diese Auslassung ernst genommen werden sollte, müßte man Adorno entgegenhalten, daß der Handkuß, selbst dort, wo ihm eine erotische Komponente eignet (und sei's auch nur im Kopf desjenigen, der die Dame mit dem Handkuß bedenkt), eine distanzierte Hochachtung vor der betreffenden Dame darstellt, da mag sich der Handküssende denken, was er will. Hat er schließlich tatsächlich mit ebenjener Dame geschlafen, bedarf es des Handkusses nicht mehr, da die in ihm sich geltend machende Distanziertheit nun nicht mehr am Platze ist. Befremden müßte es vielmehr, wenn er seine Angebetete weiterhin mit einem Handkuß beehrte. In dem alten Schlager geht es hingegen darum, daß der Protagonist die Form zu wahren weiß, obschon er der angesungenen Dame gegenüber am liebsten ein etwas weniger distanziertes Verhalten an den Tag legte: Er würde gerne die mit Handkuß Bedachte zur Dame seines Herzens erwählen, sprich: sie als das, was sie bei aller Damenhaftigkeit ja wohl auch ist: als Weib “nehmen”. Mit dem Lied spricht der Verehrer gegenüber der Madame aus, was er ihr mit dem Handkuß zugleich zu sagen wünscht und zu verschweigen weiß.

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(1) Adorno, Theodor W.: Gesammelte Schriften, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1970 - 86, hg. v. Rolf Tiedemann, Bd. XVIII, S. 785

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Dialektik (II) (11.02.2019)

Dialektik ist keine besondere Denkmethode, sondern notwendige Bewegungsform erkennenden Denkens jenseits von Alltagsverstand und instrumenteller Vernunft und im Bemühen, keinem Mythos und keiner Ideologie aufzusitzen. Seine dialektische Bewegungsform hat das Denken aber erst im Laufe seiner historischen Entwicklung ausgebildet, in der es gleichsam peu à peu zu sich selbst gekommen ist und in Hegel, Marx sowie in der Kritischen Theorie (insonderheit bei Adorno und Horkheimer) sein Selbst-Bewußtsein und seine bislang höchste Ausprägung gefunden hat. Negativ unterscheidet Dialektik sich von instrumenteller Vernunft gerade dadurch, daß sie keine Methode darstellt, die auf einen Gegenstand angewandt wird - ein Unterschied, hinter den der dialektische Materialismus marxistisch-leninistischer Observanz (“DIAMAT”) wieder zurückgefallen ist.

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Schlechtes Benehmen (23.01.2019)

“Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut.” (Klaus Kinski) (in einem Interview im Stern Nr. 12 (15.03.1979), S. 106-120)

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Scham (14.01.2019)

Sehen wir einmal ab von dem Schamgefühl, welches uns befallen kann, wenn Andere unsere Intimsphäre verletzen, ist Scham eigentlich immer eine Erinnerung daran, daß man Verantwortung fürs eigene Tun und Lassen trägt und für dessen Konsequenzen, soweit sie absehbar, einzustehen hat.

Zu viel Scham empfindet derjenige, der schuldig sich fühlt für Dinge, für die er nicht verantwortlich gemacht werden kann, aber auch jener, der an der tatsächlichen oder vermeintlichen Konkurrenz oder an repressiver Moral unreflektiert sich mißt; zu wenig der wiederum, der sich die Frage nach der eigenen Verantwortung gar nicht erst stellt und dem die Folgen des eigenen Tuns oder Nicht-Tuns gleichgültig sind. Zu viel und zu wenig der Scham können bei einem und demselben Menschen durchaus zugleich vorhanden sein: je nach Belang und Zusammenhang.

Sogenanntes “Fremdschämen” ist eigentlich eine ebensolche Unmöglichkeit wie das Sich-Selbst-Verzeihen, welches jegliches Verzeihen ad absurdum führte: Peinlichkeitsgefühle, die einen anläßlich des Auftretens oder Betragens einer anderen Person beschleichen, verdanken sich zumeist der Sorge um den Eindruck, den in der betreffenden Situation Dritte von einem selbst gewinnen könnten, da der Schatten desjenigen, für den man sich schämen zu müssen meint, auch auf einen selbst zu fallen vermöchte. Mitunter freilich mag “Fremdschämen” berechtigt sein, ist dann aber kein Fremdschämen: wenn nämlich das Benehmen des “Fremdschäm-Objektes” einem das Gefühl vermittelt, daß man selbst dazu beigetragen habe (- etwa wenn Eltern sich “für” ihre Kinder schämen ... was häufig genug nur allzu berechtigt wäre).

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Leib und Seele (II) (14.01.2019)

“Es gibt zwei Arten von Schriftstellern. Solche, die es sind, und solche, die es nicht sind. Bei den ersten gehören Inhalt und Form zusammen wie Seele und Leib, bei den zweiten gehören Inhalt und Form zusammen wie Leib und Kleid.” (Karl Kraus) (in: Die Fackel, Heft 259-260 (13.07.1908), S. 44 (Quelle: AAC-Fackel, abgerufen am 12.01.2019))

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Geschäftsmann (14.01.2019)

Praktizierender Idealist

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Erbsünde - Emanzipation - Erlösung (05.01.2019)

Unerhellter Trieb und falsche Unmittelbarkeit: darin besteht das Böse, das der Mensch mit sich schleppt - und das so lange als zumindest potentielles Agens bestehen bleibt, so lange Zivilisation es nicht geschafft hat, den Menschen mit äußerer und innerer Natur zu versöhnen.

Emanzipation der Menschheit: das bedeutet eben auch Erlösung von der Erbsünde - in dem Sinne, daß der Mensch für das Erbe aus seiner leiblichen Natur Verantwortung übernimmt und ebendiese Natur, statt sie dauernd zu unterdrücken und zu verdrängen, annimmt, ohne ihr zu willfahren, und verfeinert, ohne sie zu deformieren, zu verschandeln. Das freilich schafft er nur, indem er die menschengemachte Welt, die (inzwischen im Schwinden begriffene) Zivilisation - und darin auch sich selbst - so verändert, daß sie von ihm nicht mehr an Triebverzicht und Bedürfnisaufschub abverlangt, als seinem Leib und seiner Seele guttut.

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Reserviertheit (05.01.2019)

“Hier ist reserviert!” bellt der Kellner mich an und deutet auf den Tisch, an den mich zu setzen ich mich gerade anschicke. Na ja, reserviert bin ich auch hin und an - auch ohne daß ich mir ein Schild umhänge wie das, welches (“noli me tangere” sagend) in der Tat auf jenem Tisch steht und das ich dummerweise übersehn hatte. Manchmal bin ich allerdings so reserviert, daß ich nicht mal meine Reserviertheit zu zeigen vermöchte.

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